Kontaktlinsengeometrie

Keratokonus & Kontaktlinsengeometrie

Einen entscheidenden Einfluss auf den Erfolg der Anpassung hat die Wahl der Rückflächengeometrie der Kontaktlinse.

Linsengeometrie-KA-3 Während die Rückfläche normaler stabiler Kontaktlinsen eher der Form einer Kugel oder einer sich leicht öffnenden Ellipse gleichen, müssen Keratokonuslinsen völlig anders aufgebaut sein, da sie im zentralen Bereich der Hornhautvorwölbung stärker gewölbt sein müssen um nicht auf der Kegelspitze aufzuliegen, während der äussere Bereich der noch normalen Hornhautform folgen muss, um nicht zu fest anzuliegen. Aus diesem Grund haben spezielle Keratokonuslinsen die Form einer sich stark öffnenden Ellipse.

Linsengeometrie-KAKC Für die optimale Verträglichkeit ist eine sehr sorgfältige Anpassung der Kontaktlinsenform außerordentlich wichtig. Zu fest oder zu locker sitzende Linsen führen zu vermehrtem Fremdkörper- und Trockenheitsgefühl, so dass irrtümlich der Eindruck entstehen kann, dass Auge für die Kontaktlinsen zu trocken.
Ist durch den Keratokonus die Hornhaut so stark deformiert, dass eine gleichmäßige Auflage der Kontaktlinse in der der Peripherie nicht mehr gewährleistet ist, kommen torische Keratokonuslinsen zum Einsatz. Diese speziellen Linsen sind auf der Rückseite in zwei unterschiedlichen Meridianen unterschiedlich gekrümmt, so dass eine gleichmäßige Auflage der Kontaktlinse wieder erreicht werden kann!

Bei besonders komplexen Hornhautsituationen kann es unter anderem vorkommen, dass sich selbst mit einer torischen Kontaktlinse kein zufriedenstellender Sitz einstellt. Hier kommen dann quadrantendifferente Linsengeometrien zum Einsatz. Diese besondere Linse wird in vier Teilbereiche eingeteilt. Jedes dieser vier Teilsegmente kann unterschiedlich gekrümmt und daher perfekt an selbst noch so komplizierte Augen angepasst werden.

Vereinbaren Sie Ihren Wunschtermin zur individuellen Beratung » Kontaktieren Sie uns!